Meereskosmetik - wenn maritime Kräfte wirken
Meerwasser und Algen - Die Basis der Meereskosmetik
Daniel Jouvance- Laboratorien für Meereskosmetik
Wie so oft auf dieser Webseite richte ich auch jetzt, man könnte schon sagen, in alter Tradition, eine Eingangsfrage an Sie. Und zwar möchte ich Sie mit folgender Fragestellung neugierig machen:
Was hat Iphigenie auf Tauris mit dem Thema Meereskosmetik zu tun ?
Nun denn, schreiten wir zur Tat oder besser gesagt zur Beantwortung der gestellten Frage. Wie vielleicht die eine oder andere mir wohlgesonnene Leserin, dasselbe gilt natürlich auch für die männliche Leserschaft, vermuten wird, drehen wir zur Beantwortung wieder einmal am Rad unserer Geschichte. Wir drehen dieses Mal nicht so schnell und stark wie bei den The(e)sen zum Tee, aber wir drehen doch eine Spur stärker als bei Weleda. Finden wir also den richtigen Dreh und landen auf unserer Erkundung der Meereskosmetik im 5. Jahrhundert vor Christi Geburt. Wir besuchen das antike Griechenland zur Zeit der Perserkriege und befinden uns auf unserer Zeitreise auf der Insel Salamis. Und dort suchen wir nach einem Herrn mit dem Namen Euripides. Jener Euripides war einer der drei großen Tragödiendichter der griechischen Antike neben Aischylos und Sophokles. Aber im Gegensatz zu den beiden anderen Dichtern war Euripides ein friedliebender und politisch inaktiver Mensch, d.h er beteiligte sich weder aktiv an den Kriegen zwischen Athen und Sparta noch bekleidete er jemals ein wichtiges politisches Amt. Vielleicht mag dies ein Grund dafür sein, daß er Zeit seines Lebens ein relativ erfolgloser Dichterfürst war und erst posthum zu Ehren und Ruhm kam.
Aber Euripides war ein Dichter mit Weitsicht und großem Verständnis für die Zusammenhänge der Natur und der Kräfte des Meeres. Diese Erkenntnis schrieb Euripides in seiner Iphigenie bei den Taurern. "Das Meer wäscht alle Übel ab" schreibt er in jenem Stück. Vielleicht eine Selbsterfahrung von eigenen langen Spaziergängen am Strand mit dem Bewußtsein, daß die salzhaltige, reine und allergenarme Meeresluft für die Nasenschleimhäute und Nasennebenhöhlen von positiver Wirkung war. Das in der Meeresluft enthaltene Salz und Jod ließ Euripides sicherlich erkennen, daß er automatisch viel tiefere Atemzüge machte, diese feinen Tröpfchen (Aerosol) wirken schleimlösend und erfrischt Körper und Geist. Aber Euripides war bei weitem nicht der Einzige, welcher um die Vorteile von Meerwasser, Meersalz und Algen mit ihren vielen Mineralstoffen wusste.
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So, lieber Leser, ich hoffe, Sie haben noch einen kleinen Augenblick Zeit, denn nun drehen wir am Rad der Geschichte noch einmal. Und wie könnte es anders sein, dieses Mal holen wir ordentlich Schwung und siehe da, wir landen wieder einmal dort, wo auch unsere kleine Geschichte über den Tee begann, im alten chinesischen Kaiserreich, also ca. 3000 Jahre vor Beginn unserer neuen Zeitrechnung. Denn bereits aus dieser Zeit sind uns Kuren und Anwendungen mit Meerwasser, Meersalz und Algenextrakten überliefert. Der rote Faden der Thalasso -Geschichte (thalassa = griech. Meer), jener Methode zur Behandlung von Krankheiten mit kaltem oder erwärmtem Meerwasser, Meeresalgen, Meeresschlick und Meerluft, zieht sich bis in unsere heutige Zeit.
Auch der griechische Arzt Hippokrates, Sie wissen schon der Hippokrates-Eid, hat dann sowohl Hautkrankheiten als auch Ischias und Rheuma mit Meerwasser behandelt. Und was im alten China und der griechischen Antike von Nutzen war, durfte selbstverständlich in Ägypten und im alten Rom nicht fehlen.
Meereskosmetik - viele gute Gründe
Was macht aber diese Meereskosmetik aus heutiger Sicht so wertvoll ? Wir müssen uns jetzt mehrere Milliarden Jahre in der Entstehungsgeschichte unseres Planeten zurückbewegen. Dies soll allerdings kein Exkurs über Molekularbiologie werden, dazu reicht mein Fachwissen bei weitem nicht aus. Denn auch unter den Molekularbiologen und Meeresforschern selbst gibt die unterschiedlichsten Theorien, wie das erste Leben im Meer entstand. Über eines sind sich die Forscher jedoch weitgehend einig. Am Anfang gab es noch keine Ozonschicht, welche ihre schützende Hand (noch) über organische Moleküle, also auch den menschlichen Organismus, hielt. Durch diese fehlende Ozonschicht war demzufolge die Erdoberfläche einer sehr starken UV-Strahlung ausgesetzt, die aber wiederum möglicherweise als Energiequelle bei der Entstehung erster Biomoleküle diente. Andere Forscher wiederum geben der Theorie der Entstehung ersten Lebens durch Metereoriteneinschläge aus dem Weltall den Vorzug (siehe dazu auch: Linkshändigkeit kommt aus dem All). Sei es, wie es will, erstes Leben hat sich höchstwahrscheinlich in einer anoxischen Umgebung entwickelt, also einer Atmosphäre bzw. eines Milieus, in welcher gelöster Sauerstoff (chemisch O) so gut wie gar nicht vorkam. Sauerstoff war höchstens in chemisch gebundener Form vorhanden, dieses sehr aggressive Gas entstand wahrscheinlich erst sehr viel später durch bereits vorhandenes Leben in Form von Einzellern, welche durch Photosynthese den zentralen Prozess der Evolution "ins Rollen brachten".
Jetzt aber genug der grauen Theorie, wobei ich glaube, daß es durchaus interessant ist, welchen chemischen Prozessen wir Menschen eigentlich unsere Existenz zu verdanken haben. Was hat aber das ganze nun mit Meereskosmetik zu tun ? Und warum ist die Meereskosmetik so hilfreich, wohltuend und heilend für den menschlichen Organismus ?
Daniel Jouvance- Laboratorien für Meereskosmetik
Heraklit: Panta rhei - Alles fließt
Schon der griechische Philosoph Heraklit kam zu der banalen, aber nicht minder wichtigen Erkenntnis: Panta rhei, alles fließt. Zumindest wird diese noch heute vielfach verwendete Redensart Heraklit zugeschrieben. Wer sich bereits auf meiner Webseite ein wenig eingelesen hat, der weiß, was jetzt wieder kommt. Eine klitzekleine Exkursion zum so oft strapazierten Begriff "Panta rhei". Denn wie so viele Zitate und Sprüche großartiger Denker und Philosophen wird auch dieses "Panta rhei" aus dem ursprünglichen Kontext gerissen. Heraklit wird zu den sogenannten Vorsokratikern oder Naturphilosophen gezählt, jenen griechischen Denkern und Dichtern der ersten Generation. Dieses "Panta rhei" oder "Alles fließt" von Heraklit ist demzufolge nur eine Abkürzung für die folgenden Fragmente:
„Wer in denselben Fluß steigt, dem fließt anderes und wieder anderes Wasser zu.“
„Wir steigen in denselben Fluß und doch nicht in denselben, wir sind es und wir sind es nicht.“
„Man kann nicht zweimal in denselben Fluß steigen. (siehe dazu Wikipedia)
Heraklit erkennt also bereits weit vor unserer heutigen ständigen, oft möchte man sagen, brutalen Veränderung und Wut, nicht Mut, zur Veränderung, daß alles einem permanenten Wandel unterzogen ist. Dieser Wandel und dieses ständige Fließen hat meines Erachtens seinen Ursprung bereits in der Entstehung der Menschheitsgeschichte. Schon vor vielen Jahrtausenden begann der Homo erectus, sich aus dem Reich der Tiere abzusondern und nutzte seine größeren Gehirnkapazität zu ersten, wenngleich noch geringen erkenntnistheoretischen Ansätzen. Diese Erkenntnisfähigkeit gestattete es unseren Vorfahren, den Prozess der Weiter- und Höherentwicklung in Gang zu setzen. Dieses "Panta rhei", alles fließt, war also bereits Inbegriff erster höherer "Denkarbeit". Die Frühmenschen waren aufgrund ihres größeren Gehirnvolumens förmlich gezwungen, sich mit Sinn und Zweck ihres irdischen Daseins auseinanderzusetzen. Die sich daraus entwickelten Instrumente wie Rituale, Tanz, Malerei und später dann Sprache und Schrift waren wesentliche Grundlagen dieses Fortschreitens in der Evolutionsgeschichte.
Wenn Heraklit bereits vor 2500 Jahren erkannte, daß alles fließt, ist dies eigentlich nur ein Ausdruck bzw. Erkennen für einen Prozeß, welcher schon unbewußt und gezwungenermaßen weit vor Heraklit in Gang gesetzt wurde. Einen wunderbaren Artikel zu diesem Selbstformungsprozess des Menschen, vom ersten Frühmenschen über die Antike und das Christentum bis zum heutigen Cyberspace hat dazu E.Y. Meyer geschrieben.
Um jetzt aber den Kreis von Meereskosmetik und "Panta rhei" zu schließen, möchte ich abschließend auf die Ähnlichkeit unseres menschlichen Blutes und dem Meerwasser zu kommen.
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Blut - Meerwasser fließt in unseren Adern
Das Leben entstand im Meer. Eine banale Feststellung. Warum haben aber Menschen schon immer den Drang, das Meer auf die metaphysische Ebene für Freiheit und Sehnsucht zu heben ? Warum können wir das Rauschen des Meeres in Muscheln hören und weshalb sehnen wir uns in unserer Urlaubszeit oft nach einem Badeurlaub am Meer ? Denn das Meer ist eigentlich unser Feind, wir sind nicht fähig, in dieser menschenfeindlichen Umgebung auf Dauer zu existieren. Die Literatur hat das Meer und seine Bewohner zu Menschenjägern hochstilisiert, seine zerstörerischen Kräfte wurden symbolisch schon von Ernest Hemingway in "Der alte Mann und das Meer" oder Herman Melville in "Moby Dick" verarbeitet.
Und doch ist das Meerwasser unserem menschlichen Blut ähnlicher als viele es glauben. Ich spreche hierbei nicht vom Salzgehalt, denn dieser ist in Meerwasser ungleich höher als in unserem Körper (Warum löscht Meerwasser den Durst nicht. Ich spreche natürlich ebenfalls nicht vom Erdölgehalt, denn manchmal kommt es mir so vor, daß unsere riesigen Weltmeere aufgrund von Tankerunglücken und ähnlichen Horrorszenarien mehr aus Erdöl, diesem sogenannnten schwarzen Gold (welch herrlicher Anachronismus), bestehen als aus Meerwasser. Die industrielle Verschmutzung und die Anreicherung mit Schwermetallen als Auslöser für die Zerstörung des ökologischen Gleichgewichtes schiebe ich jetzt einmal dezent beiseite. Was aber wesentlich interessanter ist in Bezug auf die Behauptung, Meerwasser ähnelt in seiner Zusammensetzung dem menschlichen Blut bzw. Blutplasma, sind die Forschungsergebnisse des französischen Wissenschaftlers und Biologen Rene Quinton. Die von Quinton begründete Meerwassertheorie, welche Quinton aus fast 500 Studien 1904 in seinem Buch "L'eau de mer, milieu organique" zusammenfasste, kommt zu dem Schluss, daß die heilende Kraft des Meeres auf vielen Gemeinsamkeiten von menschlichem Blut und Meerwasser beruht.
In seinem Buch Meerwasser - organisches Milieu (deutsche Übersetzung des französischen Titles) vergleicht Quinton dabei die Ähnlichkeit der beiden Flüssigkeiten Blut und Meerwasser im Hinblick auf den pH-Wert sowie die chemische Zusammensetzung der Spurenelemente und Mineralstoffe. Obwohl schon Hippokrates die positiven Eigenschaften und heilenden Kräfte des Meeres und seiner Inhaltsstoffe viele Jahrhunderte vor Quinton intuitiv erkannte, war es Quinton, welcher erstmals wissenschaftliche Studien und Experimente zur gesundheitsfördernden Wirkung von Meerwasser betrieb. In weiterer Folge entwickelte Quinton das nach ihm benannte Quinton-Plasma. Was sich nach einer streng geheimen Formel wie bei Coca-Cola anhört, war doch nichts anderes als ein auf Meerwasser-Basis verdünntes Getränk oder auch Lösung, welche subkutan verabreicht werden konnte. Subkutan bedeutet in diesem Zusammenhang, daß die Lösung in das Unterhautfettgewebe injeziert wird, also nicht in eine Vene oder einen Muskel wie bei der intravenösen Injektion. Die subkutane Injektion ist ein Vorgang, den jeder leidgeplagte Diabetiker oder auch Patienten, welche sich nach einer Operation Thrombose-Spritzen selbst verabreichen, ohne Probleme selbst bewerkstelligen kann.
Wer jetzt noch nach "Meerwasser und Blut" googelt, wird mehrere tausend Artikel und Berichte zu diesem Thema finden, aber irgendwie bin ich immer wieder auf die gleiche Kernaussage mit den 84 Elementen, welche sowohl im Blut als auch im Meerwasser in ähnlicher Zusammensetzung und Konsistenz enthalten sind, gekommen. Deshalb überlasse ich es Ihnen, ob Sie sich die Mühe machen, auf der Suche nach neuen Erkenntnissen das Internet zu durchstöbern. Es ist sicherlich hilfreich zu wissen, daß sich unser menschliches Blut und das Meerwasser so verblüffend ähneln, aber wirklich Neues habe ich auf meinen Streifzügen durch das www nicht gefunden. Bis auf einen Artikel zum Thema Wasser der Seite "Das schwarze Netz", der zwar sehr weit hinten bei Google gelistet ist, aber der das Thema Wasser einmal etwas anders behandelt.
Abschließend kann ich jedoch zusammenfassen: Meerwasser und all die im Meerwasser enthaltenen Spurenelemente, Mineralstoffe und auch besonders Algen sind für mich mittlerweile zu einer Beigabe meines täglichen Lebens geworden, welche sich positiv, wohltuend und entspannend auf meine Psyche und meinen Körper auswirken.
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