Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren - Prävention vor Schlaganfall
Eine Studie der University of Kuopio (Finnland) unter der Leitung von Dr. Jyrki Virtanen an mehr als 3600 Probanden über 65 Jahren fand 2008 heraus, daß Menschen, welche Fisch auf ihrem Speiseplan haben, etwa um 25 % weniger stumme Hirninfarkte bzw. stumme Schlaganfälle erleiden. Die Studie, welche sich über einen Zeitraum von 5 Jahren hinzog, ergab, daß selbst die Teilnehmer, welche zumindest einmal pro Woche Fische mit hohem Omega-3-Fettsäuren Anteil verzehrten, das Risiko um 13 % reduzierten. Zu den Fischen, welche einen überdurchschnittlichen Omega-3-Fettsäure Anteil aufweisen, zählen etwa Sardinen und Sardellen, der Thunfisch und die Makrele, aber auch Hering und Forelle und der Lachs. Wer jetzt aber Zeter und Mordio, er möge keinen Fisch, für den gibt es immer noch die Möglichkeit von Ergänzungspräparaten (z.B. Ringana oder Isodisnatura). Zeter und Mordio kommt übrigens aus dem Mittelalter und bedeutet nichts anderes, als lautes Rufen nach Hilfe. Ursprünglich wurde es vor Gericht gebraucht, wenn der Angeklagte dringend Unterstützung benötigte, aber dies nur so nebenbei.
Die Forscher schränken ihre Ergebnisse jedoch ein. Gebratener oder gegrillter Fisch verliere seine Wirkung der Prävention, nur gebackener Fisch sei hierbei wirkungsvoll. Den Grund hierfür vermuten die Forscher darin, daß sich die Omega-3-Fettsäuren bei großer Hitze zersetzen. Ungesättigte Fettsäuren, und zu diesen zählen Omega-3-Fettsäuren, besitzen mehrere Doppelbindungen in ihrer Kohlenstoffkette. Bei den Omega-3-Fettsäuren befindet sich die letzte dieser Doppelbindungen an drittletzter Stelle, vom Ende der Kohlenwasserstoffkette aus gesehen. Bei den noch weiter unten angeführten Omega-6-Fettsäuren dementsprechend an sechstletzter Stelle. Und genau diese Doppelbindungen sind entscheidend für den Schmelzpunkt. Während gesättigte Fettsäuren an einem hohen Schmelzpunkt zu erkennen sind, reagieren die ungesättigten Fettsäuren unter Hitzeeinfluß wesentlich schneller und dementsprechend zerfallen auch die Doppelbindungen der Kohlenstoffatome viel schneller.
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Omega-3-Fettsäuren in Pflanzenölen
Die Wissenschaft unterscheidet 3 verschiedene Arten von Fettsäuren. Da hätten wir einmal die gesättigten Fettsäuren. Diese gesättigten Fettsäuren finden sich zu großen Teilen in tierischen Fetten wie etwa Fleisch, Wurst, Milchprodukten und Butter sowie Kokosfett. Man sollte aber nicht den Fehler machen, gesättigte Fettsäuren mit tierischen Fetten gleichzusetzen. Denn in vielen Fleisch- bzw. Wurstsorten sind, je nach Tierart und verwendetem Körperteil, gleiche Anteile an gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren enthalten. Diese einfach ungesättigten Fettsäuren, sogenannte Omega-9-Fettsäuren, sind dabei für einen richtigen Cholesterinspiegel nicht unerheblich. Zur genaueren Begriffsbestimmung von LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und vielen Definitionen aus der Ernährungswissenschaft siehe hier. Wie ich bereits zu Anfang geschrieben habe, auch eine gesunde Ernährung des Nutzviehs ist von entscheidender Bedeutung für unseren Körper. Da Grünfutter sehr viel pflanzliche Omega-3-Fettsäuren enthält, ist eine falsche Futtergabe also schon ein Vorläufer für einen späteren Mangel an Omega-3-Fettsäuren für uns Menschen. Gerade bei wildlebenden Tieren, welche sich vom natürlichen Futtervorkommen ernähren, ist hierbei noch das richtige Verhältnis von ca. 1:3 zwischen Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren zu beobachten.
Diese gesättigten Fettsäuren sind deshalb so gefährlich, da es sich oftmals um versteckte Fette handelt, welche bis zu 50 % unserer täglichen Fettaufnahme ausmachen. Gesättigte Fettsäuren liefern unserem Körper zwar auf schnelle Weise Energie, aber unseren Energiebedarf können wir in der Regel durch Kohlenhydrate decken. Und genau hier liegt das Problem. Strengen wir uns körperlich an, wird die dafür erforderliche Energie zuerst einmal aus den Kohlenhydraten verbraucht. Erst bei einer längeren Betätigung ohne Unterbrechung, also z.B. Sport, werden die Energiereserven in den Fettdepots (Lipolyse) angegriffen. Dies bedeutet, viele dieser Energiereserven warten in Form von Fettpölsterchen vergeblich auf ihren Verbrauch. Neben seiner Funktion als Energieträger sind Fette aber notwendig als Rohstofflieferant für den Aufbau bestimmter Körpersubstanzen und, nicht zu vergessen, Fett ist der Lieferant der Vitamine A,D,E und K. Aber die Fette dienen ebenfalls als Schtuzfunktion für unseren Körper. Einerseits sind sie ein unerlässliches Schutzpolster für unsere inneren Organe, andererseits sind sie als das Unterhautfettgewebe ein wichtiger Kälteschutz. Deswegen ist eine ausgewogene Ernährung, wie sie anhand der Ernährungspyramide dargestellt wird, auch so wichtig für einen gesunden Organismus.
Warum handelt es sich bei den gesättigten Fettsäuren jetzt um faule oder träge Fette ? Hier kommen nun die chemischen Doppelbindungen in´s Spiel, welche bereits oben erklärt wurden. Da die Kohlenstoff (chemisch C)-Atome bereits mit Wasserstoff (chemisch H)-Atomen gesättigt sind und deshalb auch keine kontaktfreudigen Doppelbindungen aufweisen, wandern sie zu großen Teilen in das körpereigene Fettdepot. Anders dagegen die ungesättigten Fettsäuren.
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Omega-3 und Omega-6 - was macht den Unterschied ?
Was beiden Fettsäuren gemeinsam ist, ist die Tatsache, daß sie vom menschlichen Organismus nicht selbst hergestellt werden können. Deshalb spricht man von essentiellen Fettsäuren, der Terminus essentiell bedeutet in diesem Zusammenhang, daß es sich um lebensnotwendige Stoffe handelt, die unserem Körper extern zugeführt werden müssen. Und dies gilt sowohl für die Omega-3 als auch für die Omega-6-Fettsäuren. Im Fachjargon heißen diese beiden essentiellen Fettsäuren Linolsäure LA (Omega-6) und alpha-Linolensäure ALA (Omega-3). Der Unterschied besteht nun, wie in vielen Bereichen unseres industriellen Zeitalters, die Relation zwischen Omega-3 und Omega-6 stimmt vielfach nicht. Wir sind nicht nur in unserem inneren Gleichgewicht nicht ausbalanciert, sondern unsere Ernährung weist in vielen Fällen einen deutlichen Mangel an Omega-3-Fettsäuren auf. Beide Fettsäuren erfüllen bestimmte Funktionen. Sie sind bei der Bekämpfung und Abwehr von Entzündungen wie Rheuma, Dermitis, Arthritis etc. notwendig, verbessern die Fließeigenschaft unseres Blutes, dienen der Blutfett-Absenkung und regulieren den Blutdruck. Dabei sollte jedoch, wie schon oben geschrieben, das gesunde Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren bei ca. 1:3 liegen. Die Österreichische (ÖGE) bzw. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bietet hierzu einige gute Leitartikel zur richtigen Ernährung unter Berücksichtigung des Verhältnisses von Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren an, wobei die DGE von einem Verhältnis von 1:5 ausgeht.
Fakt ist jedoch, daß viele derjenigen Öle, welche von uns tagtäglich verwendet werden, einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren (u.a. die wichtige Linolsäure) enthalten. Aber ein Zuviel an Sonnenblumen-, Distel- oder Maiskeimöl muß durch die Zufuhr anderer Omega-3 reicher Produkte kompensiert werden. Hierzu gehören insbesondere Leinöl, Walnussöl und Sojaöl. Aber auch Weizenkeimöl und Olivenöl verrichten gute Dienste. Und wer kein Freund von Fischgerichten ist, sollte sich zumindest mit Omega-3 Ergänzungsmitteln einmal ernsthaft beschäftigen.
Übrigens, unsere Vorfahren kannten diese Zivilisationskrankheiten wie Arteriosklorose, Rheuma und Fehlfunktionen des Herz- und Gefäßkreislaufs mit ziemlicher Sicherheit noch nicht. Denn wenn man wissenschaftlichen Forschungen Glauben schenken darf, war der Neandertaler und all seine Nachkommen und unsere frühen Vorfahren mit einem Verhältnis von 1:1 von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren bestens bedient. Wer will da noch behaupten, daß unsere moderne Gesellschaft hoch entwickelt ist. Wenn wir schon beim Thema sind, also "hoch entwickelt" im Zusammenhang mit unserer modernen Gesellschaft, möchte ich Ihnen noch den Menüpunkt Ringana an Ihr grünes Herz, vielleicht wird Ihnen dann der Satz "Warum waschen Sie sich eigentlich Ihr Haar immer noch mit Erdöl ?" etwas verständlicher.
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