Schokolade - der Kakao macht die Butter
Schokolade - nicht nur Dickmacher, auch Gesundmacher
Meine eigene Schokolade - Aus biologischem Anbau und fairem Handel
Schokolade, was fällt uns dabei alles ein ? Schokolade bedeutet für die einen süsse Belohnung, während die anderen in der Schokolade die puren Kalorien sehen. Schokolade heißt Kindheitserinnerungen wecken, mit Schokolade verbinden wir Kakao, Pralinen, Schokoladetafeln, Zartbitter-Schokolade, Milchschokolade, gefüllte Schokolade, weiße Schokolade. Unsere Assoziationen mit dem Wort Schokolade sind so vielfältig wie die Inhalts- und Wirkstoffe der Schokolade.
Schokolade steht für viele Menschen in erster Linie für Sünde, nach dem Genuss von Schokolade werden wir vom Gefühl der Reue gepackt und das Naschen von Schokolade verursacht in vielen von uns ein schlechtes Gewissen. Aber warum eigentlich ? Wie heißt es so schön: Alles mit Maß und Ziel ! Und dieses Motto sollten wir uns auch beim Dickmacher Schokolade zu Herzen nehmen. Wer sich dessen bewusst ist, daß 100 Gramm Schokolade einige 100 Kilokalorien enthalten, hat bereits den ersten Schritt in die richtige Richtung, quasi auf die Schokoladenseite des Lebens, getan.
Doch Schokolade kann wesentlich mehr als uns nur dick machen (z.B. Schokolade – köstliche Speise der Götter). Hauptverantwortlich für die gesundheitsfördernde bzw. krankheitsvorbeugende Wirkung von Schokolade ist der darin enthaltene Kakao. Neben hohen Mengen an Kalium, Magnesium, Eisen, Zink und Phosphor liefert Kakao das für die Blutbildung wichtige Spurenelement Kupfer. Und was Wissenschaftler seit langem schon für den grünen Tee herausgefunden haben, soll für den Kakao ebenfalls seine Gültigkeit haben. Die im Kakao enthaltenen bioaktiven Substanzen mit dem Namen Catechine schützen das Herz. Diese Pflanzenfarbstoffe, welche zur Gruppe der Flavonoide gehören, beugen dank ihrer stark antioxidativen Fähigkeiten Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und die Wissenschaft attestiert diesen Inhaltsstoffen auch eine vorbeugende Wirkung gegen Krebserkrankungen. Schokolade mit einem hohen Kakao-Anteil ist ein probates Mittel gegen den natürlichen Alterungsprozess, da hierbei freie Radikale neutralisiert werden.
Und, hätten Sie´s gewusst ? Besonders dunkle Schokolade hat keine negative Auswirkungen auf die Kariesbildung, sondern verhindert sogar die Kariesbildung ! Die im Kakao enthaltenen Tannine (pflanzliche Gerbstoffe) reduzieren die Plaque-Bildung, die in Schokolade enthaltene Oxalsäure besitzt durch die Senkung der Speichelbildung eine ganz ähnliche Wirkung und außerdem scheint das Milcheiweiss durch das in der Milch vorkommende Kalzium, Kasein und Phosphate ebenfalls bei der Reduktion von Karies wirkungsvolle Dienste zu leisten.
Und was wir nicht vergessen sollten: Je höher der Kakaoanteil, desto geringer der Zuckeranteil. Viele Menschen verbinden mit Schokolade Fett und damit auch Kalorien. Dunkle Schokolade, welche einen Kakaoanteil von mindestens 50% enthält, beinhaltet dementsprechend wertvolle, pflanzliche Fette, welche zu den sogenannten "guten" Fetten zählen, verantwortlich dafür ist die Stearinsäure im Kakaofett. Dunkle Schokolade hat nach wissenschaftlichen Untersuchungen einen neutralen Effekt auf den Blutcholesterinspiegel hat, welcher im niedrigen glykämischen Index begründet liegt. Weitere Untersuchungen zum Thema Schokolade und Cholesterin kommen zu dem Ergebnis, daß die in der Schokolade enthaltene Kakaobutter, besonders hier wieder dunkle Schokolade, das schlechte LDL-Cholesterin senkt, den guten HDL-Cholesterinwert erhöht und insgesamt das Thromboserisiko und die Verengung der Gefäße bekämpft.
Und Schokolade hat, wie uns allen mittlerweile bekannt ist, einen Gute-Laune-Effekt auf uns und in weiterer Folge auch auf unsere Mitmenschen. Schokolade macht uns im wahrsten Sinne glücklich, gibt uns eine in der heutigen Zeit notwendige Gelassenheit und Schokolade wirkt stimulierend auf unser zentrales Nervensystem, unseren Kreislauf, Schokolade hilft gegen Depressionen und soll sogar Liebeskummer bekämpfen.
Verantwortlich für diese positiven Eigenschaften von Schokolade sind einige Inhaltsstoffe, wie etwa das stimulierende Alkaloid Theobromin, Theophyllin, Coffein und die beiden für das menschliche Glücks- und Lustempfinden zuständigen Stoffe Phenylethylamin und Anadamid. Das in Schokolade enthaltene Phenylethylamin ähnelt dabei einem körpereigenen Hormon, welches wir freisetzen, wenn wir verliebt sind. Die Anadamide dagegen sind physiologisch aktive Substanzen, welche an unsere Gehirnrezeptoren in ähnlicher Form wie die im Haschisch oder Morphium befindlichen Substanzen anbinden. Aber keine Angst, von Schokolade ist noch niemand abhängig geworden. Um einen Effekt ähnlich dem dieser verbotenen Substanzen zu erhalten, um also solch berauschende Wirkungen zu erzielen, wären um die 20 kg Schokolade vonnöten. Und da ich selbst kein Kostverächter in Sachen Schokolade bin, kann ich Ihnen eines versichern: 20 kg Schokolade entsprechen 200 Schokoladetafeln, und die schaffe nicht einmal ich, weder pro Jahr geschweige denn pro Tag.
So, wem ich jetzt das schlechte Gewissen in Bezug auf den Genuss von Schokolade genommen habe, dem wünsche ich bei jedem Rippchen Schokolade, aber immer ganz bewusst und mit Maß und Ziel genossen, daß Ihnen der Körper das gibt, was er mir mit Schokolade gibt: Ein enormes Glücksgefühl, ein sinnliches Erleben und natürlich ein irrsinniges Geniessen mit allen Sinnen.
Weitere Quellen für die positiven Eigenschaften von Schokolade:
Schokolade - unwiderstehlich und gesund?, Schokolade und Gesundheit, Wecker fürs Hirn
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